Person Detail

1676
P. Ignaz (Josef) Stürmlin von Willisau
Geburtsjahr: 1800  |   Todesjahr: 1866


Professbuch:
Band B, Nr. 542
Kapitel: 14. Professen unter Abt Konrad Tanner 1808-25.
P. Ignaz (Josef) Stürmlin von Willisau
Professjahr: 1820

Professbuchtext:
P. Ignaz (Josef) Stürmlin von Willisau. Geboren den 11. Februar 1800 als Sohn des Franz Sales Stürmlin und der M. Ursula Peyer. Profeß 14. Mai 1820. Priester 16. September, Primiz 26. September 1824.
Von 1824 auf 1825 lernte er Französisch in Grandfontaine, wo der Abt von Mariastein einen Platz vermittelt hatte. In der Folge lehrte er vom 23. Dezember 1825 bis 1829 Französisch am Gymnasium. 1829 kam er als Cooperator nach St. Gerold, wo er bis 1835 blieb, dann wurde er am 12. Oktober 1835 Lehrer der Rhetorik. Am 4. April 1836 kam er neuerdings nach St. Gerold, kehrte aber bald wieder heim. Im Frühjahr 1840 sollte er als Französischlehrer nach St. Stephan in Augsburg, doch kam es nicht dazu und er wanderte wieder nach St. Gerold, von wo er aber schon im Juli 1840 aufs neue heimkam. Später weilte er nochmals vom 7. Oktober 1851 bis 1852 dort. Daneben kopierte P. Ignaz sehr viel für das Archiv. Er starb den 19. August 1866 an einem Schlagfluß im Alter von 67 Jahren. «Er war französischer Beichtvater, auch einige Zeit in Sonnenberg und in St. Gerold exponiert; ein guter Copist alter Archivschriften. Er war auch ein sehr tüchtiger Contrabassist»575. Ein Bruder, Franz Xaver, war 1821 Kaplan in Entlebuch.

Schriften: a) Gedruckte:
Arbeitete viel für den «Pilger», 1842-49, besonders für die Pilger-Chronik, auch die Beschreibung der meisten Wallfahrtsorte ist von ihm; dann mehrere Novellen aus dem Französichen, z. B. das Brod der Armen. 1842. S. 394 bis 397; die Kirche und der römische Carneval. 1843. S. 68 bis 70, eine Geschichte der Morgue. 1843. S. 78-80, 84 bis 87, 93-95. Muth und Tugend eines Fischers. «Pilger». 1842. S. 307-309.
b) Ungedruckte:
1. Topographische, geschichtliche, statistische Beschreibung der Pfarrei St. Gerold. Verfasst von P. Ignaz Stürmlin. Anno 1834. 4 o. F. K. 13.
2. Componirte auch Lieder für Clavier oder Guitarre.
3. Corrector des Verlags von Gebr. Benziger, bis 1851.
4. Copirte viele Manuscripte etc. für das Archiv, z.B.: Diarium P. Mauritii Symian 1600-1700. A. GB 4. Fol.
442 S.
Monumenta P. Mauritii Symian 1544-1734. A. GB 5. Fol. 134 S.
Diarium Rmi Abbatis Beati 1782-97. A. HB 74 u. 75.
Collectanea P. Josephi Dietrich 1481-1670. A. IB 1. Fol. 143, 160 Seiten u. Register.
Diarium P.Michaelis Schlageter 1743. A. HB 16. Fol. 75 S. - 1745. A.HB 18. Fol. 145 S. - 1746. A. HB 19. 1. Fol. 221 S. - 1747. A.HB 19. 2. Fol. 230 S. - 1748. A.HB 20. Fol. 193 S. - 1749. A.HB 21. Fol. 168 S. - 1750. A.HB 22. Fol. 143 S. - 1750. A.HB 23. Fol. 182 S. - 1752. A.HB 24. Fol. 192 S. - 1752. A.HB 41. Unpag. - 1764. A.HB 36.
Index hujus Diarii 1741-68. A.HB 41.
Beschreibung des Klosters Fahr, dessen Fundation, Wachsthum etc. von P.Michael Schlageter. Kop. Fol. 103 S. Archiv ohne Sign.
Verzeichnus Büchli, was geschehen von der Election Abt Adams bis zu der Feuersbrunst 16. Juni 1569-77. Fol. 180 S. (1841.) A.EB 4.
Leben des hl. Meinrad von P. Franz Uhr. 1852. A. DB 9.
Johannes von Schwanden, Abt in Einsiedeln, und seine Zeit, besungen von Meister Rudolph von Radegg. In deutsche Verse übertragen von P. Franz Uhr, Statthalter des Klosters, durchgesehen und mit Einleitung und Anmerkungen begleitet von P. Gall Morel, Rektor der Schulen in Einsiedeln. Gr. 4 °. 292 S. A. EB 1.
Mortuarium Monasterii Einsidlensis compositum a Revmo ac Illmo S. R. I. Principe ac Dno Dno Placido I. ejusdem Monasterii Abbate. Ao 1644. 8 °. Unpag. Kopiert 1840. A. NC 3.
Catalogus Reverendissimorum et Excell. D. D. Nuntiorum a Sede Apost. in Helvetia directorum p. P. Gallum Morel. 1844. Fol. 101 S. A.AF (5). 11. Kopie.
Acta Monasterii Einsidlensis tempore Reformationis. Vita et doctrina Hulderici Zwingli; bella et turbae in Helvetia subsecutae cum appendice de Vita Conradi III. Abbatis Einsidlensis, omnia ex diversis Diariis excerpta (speziell aus Dietrich). Kl. 8 °. 108, 27 S. (1863.) A. CB 4.
Letzte Fortsetzung der Schweizerchronik Aegidii Tschudi von den Jahren 1550-64. V. Theil. Folgen Supplementa vom Jahre 1475-1562. Gr. Fol. 266 S. (1829.) Mscr. 513 (19), 3. Band; die zwei ersten Bände sind von einer Hand des 18. Jahrhunderts.
Burkardi, Rectoris scholarum Constantiae, Carmen de Computo et ratione temporum per circulum anni ex Codice Einsidlensi Nr. 320. Scripto Anno 1436. 8 °. 70 S. Mscr. 1215 (629).
Eine Bergreise nach dem Diethelm und seiner fürchterlichen Höhle, von P. Basil Meyer (s.d.). Kopie von P. J. St. 8 °. 15 S. Mscr. 1211 (795).
Annotationes in librum Psalmorum, aulhore D. Sebastiano Mall, Exbenedictino, Professore in Landshut et München. 1836. 8 °. 86 S. Mscr. 810 (536).
Dr. Troxlers Logik und Metphysik. (1823.) 16 °. 159, 135 S. Mscr. M E.
P. Ignaz kopierte auch viele Musikstücke in der Musikbibliothek des Stiftes.

Portraits:

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KAE, Foto 1.0601.1676.0002

KAE, Foto 1.0601.1676.0002



Letzte Aktualisierung: 03.10.2018 – Impressum
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