Person Detail

1639
P. Karl (Franz Josef Anton Maximus) Müller von Näfels
Geburtsjahr: 1774  |   Todesjahr: 1853


Professbuch:
Band B, Nr. 505
Kapitel: 13. Professen unter Abt Beat Küttel 1780-1808.
P. Karl (Franz Josef Anton Maximus) Müller von Näfels
Professjahr: 1794

Professbuchtext:
P. Karl (Franz Josef Anton Maximus) Müller von Näfels. Geboren den 10. April 1774 als Sohn des Josef Ludwig und der Maria Anna Franziska Bayer. Er war ein Brudersohn des P. Anselm Müller; ein Neffe von ihm war P. Franz Sales Müller. Der Vater starb früh. Im Oktober 1785 kam er als Student nach St. Gallen, wo er bis zum September 1791 blieb, dann kam er am 10. November 1791 nach Einsiedeln, wo er bis zum 27. April 1793 studierte. Hierauf trat er in das Noviziat ein und legte den 27. April 1794 Profeß ab. Am 2. Mai 1798 verließ er Einsiedeln und kam am 11. Mai nach St. Gerold. Den 24. Juni 1798 empfing er in Chur die Priesterweihe, worauf er am 8. Juli im Kloster zu St. Peter in Bludenz primizierte. Bis zum 11. März 1799 blieb er in St. Gerold, dann floh er mit andern vor den Franzosen nach Schwaben. Über Isny, Ottobeuren, Rappenburg, Mediingen, Neresheim, kam er nach Deggingen im Ries, wo er vom 23. März 1799 bis zum 15. Mai 1800 blieb. Von den Franzosen neuerdings verjagt, ging er über Donauwörth nach Regensburg, Oberaltaich, Metten, Niederaltaich und Alterspach nach Aspach, wo er den 24. Mai ankam und bis zum 3. Juni blieb. Dann ging er über Braunau, Mattighofen, Michelbeuren nach Salzburg, wo er vom 8. Juni bis 31. Juli verblieb, um dann nach Lambach zu gehen, wo er wiederum vom S.August bis 16. Dezember bleiben konnte. Aber auch hier vertrieben ihn die Franzosen. Er kam nun nach Kremsmünster, wo er drei Jahre und acht Tage blieb. Im Stifte selber weilte er vom 16. Dezember 1800 bis zum 22. Februar 1801, dann kam er zur Aushilfe nach Talham bis zum 8. Juli 1801, von da an nach Vorndorf, wo er vom 10. Juli 1801 bis zum 15. Dezember 1802 wirkte, dann nach Steinhaus, wo er bis zum 18. März 1803 blieb und von da nach Pfarrkirchen, wo er bis zum 17. November 1803 verblieb. Alsdann kam er wieder nach Kremsmünster und von da kehrte er am 17. August 1804 über Rheinau nach Einsiedeln zurück. Er wurde zuerst Lehrer an der Klosterschule, dann im November 1804 Unterpfarrer. Den 22. Dezember 1813 wurde er Subprior; zugleich war er Beichtiger für die Au. Vom 31. Oktober 1818 bis zum 24. Oktober 1821 war er Fraterinstruktor und Novizenmeister. Am 26. März 1822 ernannte ihn Abt Konrad zum Stiftsdekan. 1844 konnte er sein goldenes Profeßjubiläum und 1848 seine Sekundiz feiern. Besonders das Profeßjubiläum gestaltete der Abt Cölestin sehr feierlich, um ihn von einer beabsichtigten Resignation abzuhalten. Am 3. Dezember 1846 mußte ihm altershalber das Dekanat abgenommen werden. Er starb den 18. März 1853 im Alter von 79 Jahren. Sein von Nikolaus Birchler gemaltes Porträt (1834) befindet sich im Archiv; ein anderes im Kapitelssaal525.
«Aechte Frömmigkeit und Eifer für die klösterliche Ordnung und namentlich auch die Würde und Genauigkeit bei den gottesdienstlichen Handlungen zeichneten ihn auf die vorteilhafteste Weise ans. Sein lebhaftes, oft feuriges Temperament milderte er durch seine väterliche, aufrichtige Liebe zu den Mitbrüdern. Er hatte ein ungemein anziehendes und ehrwürdiges Aeusseres. Nach Niederlegung des Dekanats lebte er, frommen Uebungen obliegend, im Krankenhause»526.

Schriften:
1. Diarium R. P. Caroli Müller Decani. 1824. Fol. Heft. 37 S. A. HB 104; angehängt sind Teile eines Diariums von 1706/07, ferner ein Diarium von P. Gall von Saylern von 1775.
2. Diarium R. P. Caroli Müller Decani 1817 usque 1824 cum aliquibus notitiis ab anno 1798. 8 °. Unpag. A. HB 102.
Predigten:
Johann Martin Flad, Pfarrer in Bettingen, widmete ihm «Kurzer Unterricht in dem heiligen Sakrament der Firmung». Rotweil 1828. In der Herder'schen Buchhandlung. 12 °. 46 S. Mscr. ME.

Letzte Aktualisierung: 03.10.2018 – Impressum
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