Person Detail

1634
P. Robert (Josef) Reutemann von Rheinau
Geburtsjahr: 1772  |   Todesjahr: 1857


Professbuch:
Band B, Nr. 500
Kapitel: 13. Professen unter Abt Beat Küttel 1780-1808.
P. Robert (Josef) Reutemann von Rheinau
Professjahr: 1790

Professbuchtext:
P. Robert (Josef) Reutemann von Rheinau. Geboren den 28. April 1772. Profeß 25. April 1790. Priester 11. September, Primiz 29. September 1796.
P. Robert war schon vor der Revolution Unterpfarrer in Einsiedeln. Auch er hielt sich wie die beiden andern Pfarrherren im Mai 1798 zunächst in der Nähe verborgen, mußte dann aber fliehen. Zeitweise war er im Kloster Petershausen, von dort kehrte er im Sommer 1799 kurz nach Einsiedeln zurück. Die erneute Flucht führte ihn von St. Gerold nach Benediktbeuren und von dort in das Prämonstratenserstift Rott am Inn, von wo er, an Gallenfieber krank, im Februar 1800 nach St. Gerold kam. Im Frühjahr 1800 ging er mit Abt Beat nach Fiecht, kehrte aber im Sommer nach Petershausen zurück. Von da kam er wieder nach Einsiedeln, um erneut seinen Potsen als Unterpfarrer zu übernehmen. Im Januar 1811 wurde er Pfarrer von Eschenz, wo er bis im November 1823 blieb, um dann die Verwaltung von Freudenfels zu übernehmen. Dort brachte er die sogen. Obere Mühle zu Eschenz käuflich wieder an das Kloster. Am 27. Oktober 1826 ernannte ihn Abt Cölestin zum Pfarrer von Einsiedeln. Als solcher hatte er während dem sogen; Allmeindstreit und der Kantonstrennung keinen leichten Standpunkt. Den 17. November 1833 kam er weg, um 1834 als Cooperator nach St. Gerold zu gehen. Dort blieb er bis 1846, hielt sich dann noch einige Jahre in Pfäffikon auf und kehrte dann ins Kloster zurück, wo er den 11. März 1857 im Alter von 85 Jahren starb. Er war das erste Klostermitglied, dessen Bild uns photographisch überliefert wurde; es befindet sich auf der Aufnahme des ganzen Konvents, die 1856 gemacht wurde521. «Er starb heiter und fröhlich bis zum Tode. Am Tage vor dem Tode, als ihn zwei Aerzte besuchten, den Puls fühlten und sagten: Der Puls gehe ganz regelmäßig, antwortete er lächelnd: Ihr Herren, man kann auch ganz regelmässig sterben. Später sagte er zu Herrn P. Küchenmeister: Geben Sie den Herren Doktoren auch einen Vespertrunk»522.

Schriften: Gedruckte:
1. Theologiae Dogmaticae tractatus praecipui in brevem synopsin contracti, sive Theses theologicae selectae, quas . . . Praeside R. P. Placido Sartore . . . publice propugnabunt RR. FF. Aegidius Scherer, Coelestinus Müller et Robertus Reuttemann . . . . a. 1793. 8 °. 104 Seiten. - X 333. X 83, 1.
Kurzer Vortrag summarischer und zum Theil wörtlicher, des Herrn Pfarrers in Einsiedeln am zweiten Sonntag nach Ostern, als an welchem über Annahme oder Verwerfung der neuen Verfassung abgestimmt werden musste. Ausgehoben aus dem «Freier Schweizer», Nr. 20, den 18. Mai 1832. 8 °. 7 Seiten. - X 451, 2.
2. Wyrsch-Ineichen, Gertrud. Tagbuche der braven,fleissigen Maria Rust von Walchwil samt der Geschichte der Taubstummenanstalt von ALtlandschreiber und Gastwirt Jakob Anton Weidmann in Einsiedeln. Tagebuch eines taubstummen Mädchens aus den Jahren 1842-46. Freienbach: Selbstverlag 1991.

Portraits:

KAE, Foto 1.0601.1634.0001

KAE, Foto 1.0601.1634.0001


Letzte Aktualisierung: 03.10.2018 – Impressum
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