Person Detail

1589
P. Ildefons (Karl) Betschart von Schwyz
Geburtsjahr: 1753  |   Todesjahr: 1831


Professbuch:
Band B, Nr. 455
Kapitel: 11. Professen unter Abt Nikolaus Imfeld 1734-73.
P. Ildefons (Karl) Betschart von Schwyz
Professjahr: 1772

Professbuchtext:
P. Ildefons (Karl) Betschart von Schwyz. Geboren den 6. September 1753. Profeß 8. September 1772. Priester 24. Mai 1777.
Den 17. Oktober 1779 wurde P. Ildefons mit dem Privatunterricht für die beiden Söhne des Stiftskanzlers Jütz betraut, von denen der eine zu jung, der andere zu kränklich war, um dem gemeinsamen Unterricht an der Klosterschule folgen zu können. Seit 1780 lehrte er an der Klosterschule, deren Präzeptor er den 9. Oktober 1783 wurde. Daneben war er seit dem 6. Oktober 1781 Gehilfe des Bibliothekars und Katechet für die Kleinen. Von 1782 bis zum 9. Oktober 1783 lehrte er auch Moral. Als Präzeptor ließ er 1785 die Schlafräumlichkeiten der Schüler verbessern und vergrößern. Als ihn der Abt zum Präzeptor ernannte, schrieb er: «Es besitzt dieser Pater eine gute Beurtheilungskraft, schöne Wüssenschaft. Er ist ein würdiger Ordensmann und, welches ihne zu dem Amt eines Präzeptoris vorzüglich anempfahle, besass er die vortreffliche Tugend, die wir bey allen Beamtungen besonders lieben und erforderen, und welche wir Docibilitatem nennen: der mag sich wohl eine gute Auskunft in seinen Verrichtungen versprechen, der sich in seinen gefassten Urtheil hinzu und darvon thun lässt. Was mir einzel bey dieser Wahl einige Forcht verursachte, war seine etwas missliche Leibs-Beschaffenheit.» Der Abt erlaubte ihm darum an Regularfasttagen, Fleisch zu genießen, was umso leichter ging, da er als Präzeptor nicht im Konvent speisen mußte468. Den 19. Oktober 1787 ging er zu einer feierlichen Disputation nach St. Gallen. Im August 1789 mußte er das Bad in St. Moritz aufsuchen. Den 25. September 1790 wurde er Statthalter, bis er im Herbst 1795 als Statthalter nach Sonnenberg kam. Von dort mußte er 1798 weichen; er hielt sich längere Zeit als Beichtiger im Frauenkloster zu Engen auf. Nach der Rückkehr übernahm er wieder seinen Posten in Sonnenberg, den er aber aufgab. Er lebte fortan in Pfäffikon. Gelegentlich hielt er sich für einige Zeit, besonders im Sommer, in Einsiedeln auf; den 12. Juli 1825 mußte er nach der Wahl des bisherigen Statthalters von Sonnenberg, P. Cölestin Müller, zum Abte provisorisch nochmals dorthin gehen. Den 29. April 1827 feierte er in der Schloßkapelle zu Pfäffikon in Gegenwart des Abtes und seiner ehemaligen Schüler, den Patres Anselm, Robert, Franz und Bernhard, seine Sekundiz. Er starb in Pfäffikon den 25. November 1831 im Alter von 79 Jahren und wurde in der Kirche zu Freienbach begraben.

Schriften:
1. Theses ex universa Theologia et historia ecclesiastica selectae etc. 1778. 4°. 44 S. Vide P. Chrysostomus Helbling. X 277. X 83, 2.
2. Auszug aus dem immerwährenden Haushaltungs Calender, nach dem gemeinen Laufe des Jahres, zumal was den Garten- und Feldbau betrifft, also eingerichtet, dass denoch ein verständiger Hauswirth wisse, dass man nicht so allgemeine Regeln vorschreiben könne, sondern nur mutmassliche und alsdann die, so aus der Erfahrung, als die beste in Ausübung bringe. 8 °. 238 S. M E 151.
3. Collectanea (Religiöse Zitate). 8 °. Unpag. ME 181.
4. Collectio variorum precum et Poematum. Gr. 8 °. Unpag. ME 156.
5. Marienpredigten 1776 ff. 8 °. Unpag. M E 193.
6. Conciones de Sanctis 1776. 8 °. Unpag. ME 245.
7. Luzerner Aussprachetage. Kirchenbau und Kirchenkunst als Aufgabe des Künstlers und Seelsorgers. 28.-30. Sept. 1947. Einleitung durch P. Ildefons Betschart, Vortrag von P. Thaddäus Zingg. (Schweizerische Kirchenzeitung 115, 1947).
8. Wyrsch-Ineichen, Gertrud. Tagbuche der braven,fleissigen Maria Rust von Walchwil samt der Geschichte der Taubstummenanstalt von ALtlandschreiber und Gastwirt Jakob Anton Weidmann in Einsiedeln. Tagebuch eines taubstummen Mädchens aus den Jahren 1842-46. Freienbach: Selbstverlag 1991.

Letzte Aktualisierung: 03.10.2018 – Impressum
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