Person Detail

1526
P. Fintan (Kaspar Fridolin) Steinegger von Lachen
Geburtsjahr: 1730  |   Todesjahr: 1809


Professbuch:
Band B, Nr. 392
Kapitel: 11. Professen unter Abt Nikolaus Imfeld 1734-73.
P. Fintan (Kaspar Fridolin) Steinegger von Lachen
Professjahr: 1748

Professbuchtext:
P. Fintan (Kaspar Fridolin) Steinegger von Lachen. Geboren den 14. Februar 1730 als Sohn des Josef Anton Steinegger und der Maria Katharina Düggelin. Profeß 21. November 1748. Priester 23. Dezember, Primiz 27. Dezember 1753, wobei sein Bruder, Pfarrer in Nuolen, predigte.
Im November 1754 war P. Fintan Lehrer an der Klosterschule (Poesie), deren Präzeptor er später wurde. Im November 1754 wurde er Vizekapellmeister und im Dezember des folgenden Jahres Kapellmeister. Im November 1761 kam er als Professor nach Bellenz. Von dort heimberufen, wurde er den 24. November 1769 Direktor der Buchdruckerei (welches Amt er bis 1773 innehatte) und Brüderinstruktor. 1774 wurde er ein erstes Mal Subprior. Den 1. Juni 1779 hielt er in Muri die große Jahrzeitpredigt, deren erster Teil für die Geistlichkeit lateinisch, der zweite aber für das Volk deutsch zu halten war. «Vir profundissimi ingenii et maxime in Inferioribus et Rhetorica eruditus. Die lateinische Rede hielt er Ciceronianice, die deutsch Bourdalonisch oder Massilionisch und erntete dafür grösstes Lob vom Fürsten in Muri»413. Für P. Thietland mußte er den 6. Januar 1782 das Brüderinstruktorat übernehmen und für P. Adelrich den 20. Oktober dieses Jahres das Kapitelssekretariat. 1784, den 22. November, wurde er Archivar und für P. Eberhard wieder Subprior. Den 18. August 1787 wurden ihm das Brüderinstruktorat, Archiv und Sekretariat abgenommen. Er sollte die Annalen Hartmanns fortsetzen und wurde darum zeitweise vom Beichtstuhl und Chor ausgenommen. P. Fintan war noch Subprior des Stiftes, als 1798 die große Heimsuchung hereinbrach, die auch ihn zur Flucht zwang. Er hielt sich meist im Dominikanerinnenkloster St. Peter in Bludenz auf, wo er Oberer der dort weilenden Patres war. Heimgekehrt versah er sein Amt bis zu seinem Tode, den 5. Juli 1809. Er war 80 Jahre alt. Eine Schwester war im Oktober 1754 in Wattwil eingetreten414.

Schriften:
a) Gedruckte:
1. Vita Abbatis Mariani - in Bibliotheca nova ecclesiastica. Freiburg (Breisgau). Vol. VI. Fasc. I. (1781). S. 76-96. (Gr.Bibl.L.619.)
2. Einsiedlische Chronik oder kurze Geschichte des Fürstlichen Gotteshauses Einsiedeln, wie auch der allda sich befindlichen H. Gnaden-Capelle. Neue verbesserte Auflage. Gedruckt in dem Fürstl. Gottesh. Einsiedlen. Durch Franz Xaveri Kälin. 1783. 8 °. 448 S. u. Register. Im Verein mit P. Marian Herzog. Haller III. 1021. «Geschichtsfreund», Bd. XIII, S. 185.
3. Glaube, Hoffnung und Liebe für die deutsche Nation. 1 Bog. 8 °. Einsiedeln 1786. Rechenbuch der Druckerei. 400 Exemplare.
4. Chronique d'Einsidlen ou Histoire de l'Abbaye Princiere, de la Sainte Chapelle, et du Pelerinage de Notre-Dame des Hermites, avec un recit des principaux Miracles que Dieu y a faits, et des Graces singulieres qu'il y a accordees par l'intercession de la Sainte Vierge. Dediée à Madame Louise de France. Par un Religieux Capitulaire; A Einsidlen, Imprimee par François de Sales Benziger, Imprimeur de Son Altesse. Avec Approbation et Permission. 1787. 8°.
Premiere Partie, Histoire de l'Abbaye. 304 S.
Seconde Partie, Histoire de la Sainte Chapelle. 80 S.
Troisieme Partie, Histoire du Pelerinage. 258 S. u. Index.
Die Verfasser waren: P.Mauritius Brodhag, Jacob Briefer, Marian Herzog und Fintan Steinegger. «Geschichtsfreund», Bd. XIII, S. 186-188.
b) Ungedruckte:
1. Acta Capitularia 1782-87.
2. Elenchus virorum, qui ab instituta Congregatione in Monasterio Einsidlensicum pietate tum doctrina floruerunt, ab anno 1602-1783, compositus et scriptus a. R. P. Fintano Steinegger circa annum 1784. 4 °. A. OC 1 u. 16.
3. Dissertatio de B. Frowino contra Gerbertum etc. 1779. Viro clarissimo D. Mauritio van der Meer, Rhenoviensi transmissa die 18. Febr. 1779. 4 °. 19 S. A. KB (3) 13.
4. Gedanken über die Zeugnisse der Protestanten von dem Glauben ihrer Vorfahren und anderer Völkerschaften an die wundervolle Geschichte Einsiedeins etc. 4 °. A. PE 8.
5. Disquisitio de ortu, conjugiis, liberis et secessu B. Regulindae, Matris S. Adelrici, necnon singularis Monasterii nostri Benefactricis. 1808. 4 °. 46 S. A. KB (3) 11.
6. Brevis Prospectus in Monasterii nostri Einsidlensis Originem, Monasticen ac varios Casus usque ad Ludovicum Blarerum Ao 1526 e S. Gallo vocatum et anno 1533 confirmatum, adumbratus Ao 1809. Gr. 4 °. Unpag. A. FB 18.
7. Dissertationes posteriores et inquisitiones eruditae in varia Privilegia Monasterii Einsidlensis, praesertim sub Abbate Nicoiao II. compositae (nur zum Teil von ihm). Fol. Unpag. A. NA 5.
8. Ist es uns erlaubt, von unserer alten klösterlichen Verfassung willkürlich abzuweichen ? Beantwortet von P. F. St., dermaligen Subprior. 1803. 8 °. Unpag. A. MC 8.
9. Jahrzeitpredigt in Muri. 1. Juni 1779. In Predigten auf Aller Aebte Jahrzeit. Stiftsarchiv ohne Sign.
10. Predigt auf den 13. Sonntag nach Pfingsten 1767. In Sermones varii. 8 °. Unpag. Mscr. M E.
11. Die bedeutenden Männer Einsiedeins in Van der Meers Miscellanea R 91. Bd. III. S. 287-402.
In den Miscellanea des P. Mauritius Hohenbaum Van der Meer von Rheinau im Rheinauer Archiv Einsiedeln (R 91) findet sich auch die Korrespondenz zwischen P.Mauritius und P. Fintan über den hl. Frowin (Bd. IV, Nr. 51; VII, Nr. 21, 22, 24; VIII, S.204; IX, S. 158, 390; X, S. 96. Über die Engelweihe (Bd. VI, Nr. 98).

Letzte Aktualisierung: 03.10.2018 – Impressum
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