Person Detail

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P. Joachim (Christophorus) Pfyffer von Altishofen
Geburtsjahr: 1647  |   Todesjahr: 1720


Professbuch:
Band B, Nr. 171
Kapitel: 6. Professen unter Abt Plazidus Reimann 1629-70.
P. Joachim (Christophorus) Pfyffer von Altishofen
Professjahr: 1663

Professbuchtext:
P. Joachim (Christophorus) Pfyffer von Altishofen aus Luzern. Er war geboren den 6. Oktober 1647 als Sohn des Johann Ludwig Pfyffer, eines Bruders von P. Joachim sel. und der Euphrosina von Fleckenstein. Als Erbe erhielt er 3000 fl. Profeß 1. November 1663. Priester 7. September 1670 in Chur.
P. Joachim versah zuerst die Ämter eines Unterpfarrers und seit dem 29. Januar 1674 eines Vizekustos. Den 21. Oktober 1675 war er Cellerar und wurde für P. Anton Küchenmeister. Am 30. Oktober 1676 wurde er als Beichtiger in der Au entlassen. Den 30. Oktober 1680 kam er, seit 1678 Küchenmeister, als Statthalter nach Pfäffikon, von wo er aber den 10. Juli 1682 zurückkehrte, um wieder Cellerar zu werden. Den 1. März 1684 wurde er zum zweiten Male Küchenmeister, welches Amt er während 16 Jahren inne hatte. Den 6. November 1684 «ist er auf Rapperswil spatziert, etwas Geschirs in die Kuchi machen zu lassen, welches nit wenig nothwendig war»168. Den 29. April 1687 verreiste er mit Br. Franz nach Mariastein, um «Hard Wullen» für die Tuchmacherei, der er seit 1686 vorstand, zu kaufen. Ebenso ging er am 4. September 1687 nach Rapperswil und Lachen, um Fische und Eier für die bevorstehende Engelweihe zu beschaffen. Den 2. Juni 1690 ging er nach Engelberg zur Primiz des P. Joachim Albini, als geistlicher Vater, «welchen Namen er in Wahrheit verdient, weilen er gesagten jungen Herrn Primitianten zu allem Gueten und sonderlich zu dem hl. Orden in Engelberg ein Promotor gewesen»169. Pater Joachim Albini war später, von 1694-1724, Abt von Engelberg. Den 7. August 1691 wurde P. Joachim Statthalter in Freudenfels, wohin er den 17. August verreiste. Von dort wurde er den 16. Juli 1693 als Statthalter nach Pfäffikon berufen, wo er aber erst zu Anfang September von Freudenfels her eintraf. In der kurzen Zeit, da er in Freudenfels war, «hat er sich trefflich wohl gehalten, des Gebeuw schön grandiret, renovieret und aus der alten schwartzen bäurischen Krütze ein liebliche, ehrliche, lustige Wohnung gemacht. Darzu unser Br. Caspar sonderlich geholfen»170. Bei der Abtwahl vom 30. September 1698 hatte er in den vier Wahlgängen 10, 9, 7, 3 Stimmen. Den 5. September 1698 wurde er zum Subprior ernannt. Er kam am 7. Dezember von Pfäffikon heim und begleitete anfangs 1699 den neuen Statthalter, P. Gerard, nach Pfäffikon. Den 14. April 1700 wurde P.Joachim Dekan und zugleich Aufseher über den Weinkeller. Während 20 Jahren stund er, allgemein beliebt, an der Spitze des Konventes. Als er anfangs Dezember 1720 schwer erkrankte, empfing er kniend die hl. Sterbesakramente und bat die versammelten Mitbrüder um Verzeihung. Er starb den 10. Dezember 1720 im Alter von 73 Jahren und wurde am 11. Dezember beim Rosenkranzaltar neben dem ersten Pfeiler begraben. «Vir plane emeritus, ab omnibus deploratus»171. Sein Bruder war Gardeoberst in Rom. «Decanus per plurimos annos omnium sibi conciliavere animos eratque pulchra senectute venerandus. Trahebat aut raptabat adeo corpus affectosque Senii gravitate pedes cum ad Chorum adiret, neque tarnen (cum illi a Chori frequentatione vacationem tantum non obtulerat Abbas, quo diutius eum incolumem haberemus) adduci potuit, ut ab eius quotidiana frequentatione abstineret. Excessit affecta partim per Senium valetudine, quam demum prorsus labefecit violenta ac multa Sanguinis e naribus eruptio, et quae denique extinxit. Thomas Abbas aegerrime virum desiderabat, auditus non semel queri, multum sibi, multum suo Monasterio ejus viri morte decessisse, multoque se redempturum ejus vitam, fuisse, si posset, ut saltem ad septennium aut decennium amplius superstite habere posset, ob insignem prudentiam, et in rebus monasticis regendisque animis sapientiam.»172

Letzte Aktualisierung: 03.10.2018 – Impressum
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