Person Detail

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P. Fridolin (Fridolin) Kläger von Kaltbrunn
Geburtsjahr: 1647  |   Todesjahr: 1697


Professbuch:
Band B, Nr. 169
Kapitel: 6. Professen unter Abt Plazidus Reimann 1629-70.
P. Fridolin (Fridolin) Kläger von Kaltbrunn
Professjahr: 1663

Professbuchtext:
P. Fridolin (Fridolin) Kläger von Kaltbrunn. Geboren 1647. Profeß 1. November 1663. Priester 15. August 1670 in Pfäffikon durch den Weihbischof von Konstanz.
P. Fridolin wurde den 28. November 1670 Vorsteher der Klosterschule. Den 15. September 1671 predigte er in Schänis. Am 13. November 1671 wurde er Kapellmeister. Mit P. Christophorus kam er den 30. September 1672 zur Aushilfe und als Novizenmeister nach dem Stifte Kempten. Doch wurde er bereits den 28. Juni 1673 wieder zu Hause Professor für Theologie. Den 29. Januar 1674 wurde er Kantor und zugleich Katechet für das Dorf, den 31. Oktober des folgenden Jahres aber wurde er neuerdings Praeceptor und zugleich Novizenmeister. Letzteres Amt erhielt er auf ein neues den 18. November 1678. Den 30. September 1679 predigte er in seiner Heimat Oberkirch. Dorthin wurde er auch den 29. März 1683 in den Streitigkeiten wegen den dortigen Pfründen geschickt. Um diese Zeit finden wir ihn mehrfach als Prediger auswärts, so den 1. August 1683 in Rapperswil, den 8. August 1684 in Frauenthal, den 26. September 1682 ging er mit P. Peter nach St. Gallen zur Profeß von P. Leodegar. Den 31. Oktober 1684 wurde er für P. Adelrich Subprior. Als solcher predigte er den 22. April 1686 in Schwyz bei der Primiz des Johann Kaspar Ab Yberg; mit P. Thomas war er kurz zuvor den 26. Januar in Uznach bei der Primiz eines Schmucki gewesen. Mit andern Musikanten mußte er den 27. November 1686 nach Altdorf zu einer Translationsfeierlichkeit bei den Klarissen. Den 8. März 1688 begleitete er den Abt zur Abtwahl in Fischingen, den folgenden 26. August zur Äbteversammlung in Rheinau. Im Mai dieses Jahres war er gefährlich erkrankt, genas aber wieder. Im Auftrage des Abtes ging er den 4. Mai 1690 mit P. Aegid nach St. Gerold, um dort zu visitieren. Den 18. November 1691 mußte er nach Kaltbrunn, weil der dortige Pfarrer «zu dem Haushaben gantz untauglich lengst erfunden worden». Da er kränkelte, suchte er den 2. Juni 1692 das Bad Walterswil auf, von wo er den 5. Juli, wenig gebessert, zurückkehrte. Der Abt enthob ihn darum am 19. Juli vom Subpriorat und sandte ihn am 28. Juli zur Erholung nach Sonnenberg. Von da kam er im Juni 1693 nach Pfäffikon und am folgenden 9. Juli als Gehilfe des Propstes P. Benno nach Fahr. Den 7. November 1694 zog er von Fahr wieder nach Pfäffikon. Von Pfäffikon brachte er am 1. September 1694 den Bericht, daß Josef Anton Reding als Landeshauptmann und Schloßkommandant sich dort befinde. Er nahm den Klosterarzt mit sich nach Pfäffikon, damit dieser «die allda befindlichen Stückh und Feldschlengli accomodire und ihn (Reding) etwas darin unterrichte». Spätestens 1697 kehrte P. Fridolin heim, wo er im Juni dieses Jahres nach dem Tode des P. Philipp Korrektor der Buchdruckerei wurde. Zu Anfang Dezember dieses Jahres legte er sich «wegen grosser Blödigkeit» zu Bett. Um Weihnachten wurde er immer schwächer und am 31. Dezember 1697 starb er. Er fand seine letzte Ruhestätte vor dem Rosenkranzaltar. «Sein gantzes Leben war von lauter Frombkeit und Heyligkeit. Was er zu verwalten gehabt, thate er mit soliderem Fleiss, Freud und Sanftmuth. Im Essen und Trinken dermassen schonlich und temperat, dass sein gantzes Leben könnte ein Fasten genambset werden. Im Gottesdienst war er allzeit der Erste, und darvon der letzte. Seine Aempter der Schuel, Catechesi, Instructoris Novitiorum, Subpriorati, entlich auch Confessioratus zu Vahr, verwaltete er mit soliderem Fleiss, Liebe, Gedult, Sanftmuth, das er von allen ungern entlassen worden. Im Gottesdienst brauchte er sich schier mehr als seine Kräfte ertragen mögen. Summa, er war ein Exempell eines recht eyfrigen und wahren Religiosen»167.

Schriften:
Mehrere lateinische Gedichte von ihm und an ihn siehe Mscr. 1025 (1183).

Letzte Aktualisierung: 03.10.2018 – Impressum
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