Person Detail

1287
P. Antonius (Johann Anton) von Beroldingen aus Altdorf
Geburtsjahr: 1638  |   Todesjahr: 1713


Professbuch:
Band B, Nr. 153
Kapitel: 6. Professen unter Abt Plazidus Reimann 1629-70.
P.Antonius (Johann Anton) von Beroldingen aus Altdorf
Professjahr: 1656

Professbuchtext:
P.Antonius (Johann Anton) von Beroldingen aus Altdorf. Geboren 1638, den 16. Oktober, wurde er schon mit 11 Jahren an die Schule zugelassen, obwohl er mit den Patres Thietland Ceberg und Augustin Reding verwandt war. Den 1. November 1653 entfloh er heimlich aus der Schule, wurde dann aber auf Bitten seines Bruders u. a. wieder aufgenommen. Trotzdem sich der Apostolische Nuntius für ihn verwandte, wollte man ihn 1654 doch nicht ins Kloster aufnehmen, denn er war körperlich schwach und im Studium zu nachlässig. Erst den 13. Oktober 1655 wurde er zum Noviziat zugelassen und legte den 1. November des folgenden Jahres Profeß ab. Priester 23. Dezember 1662. Als Erbe erhielt er 100 Dukaten.
P.Anton war zuerst Kustos, kam dann 1670, den 20. November, als Gehilfe des Statthalters nach Pfäffikon, von wo er aber bereits den 13. November des folgenden Jahres zurückberufen wurde. Alsdann wurde er wieder Kustos und den 11. April 1672 auch Cellerar. Den 29. Januar 1674 wurde er Küchenmeister, dafür wurde er den 25. Mai als Beichtiger für die Au entlassen, blieb aber noch Brüderinstruktor, welches Amt er offenbar schon länger bekleidete. Den 21. Oktober 1675 kam er als Küchenmeister weg und wurde Statthalter in Pfäffikon. Am 18. März 1677 wurde er als Statthalter nach Einsiedeln berufen. Als solcher ging er den 29. September 1680 zur Weinlese nach Freudenfels. Kurz darauf, den 14. Februar 1681, mußte er nach Sonnenberg, «allda nit allein selbigem H. P. Statthalter ein tröstlicher Collega zu sein, sondern auch die Herrschaft Gachlingen (Gachnang) zu versehen». Den 6. Dezember 1684 wurde er auch Statthalter in Sonnenberg. Von dort aus mußte er den 22. August 1686 nach Freudenfels, um von Hektor von Beroldingen, der bis dahin dort die Verwaltung geführt, diese zu übernehmen. Mit P. Josef, Statthalter in Freudenfels, ging er den 17. Juni 1690 zur Bischofsweihe nach Konstanz, doch blieb er in Sonnenberg, erst den 3. November 1690 mußte er als Statthalter nach Freudenfels übersiedeln. Schon am 7. August 1691 wurde er als Subprior nach St. Gerold bestimmt, doch erst am 27. Oktober übergab er die Statthalterei Freudenfels an P. Joachim. Er kam dann zuerst am 27. November nach Einsiedeln und ging am 30. November nach St. Gerold. Von dort kam er den 5. September 1695 nach Einsiedeln zurück, wo ihn das Kapitel am 9. September zum Dekan wünschte. Als solcher ging er den 3. Mai 1696 über Freudenfels, zur Profeß einer Verwandten, Maria Theresia von Beroldingen, nach Kalchrain, von wo er den 11. Mai wieder heimkehrte. Im folgenden Jahre ging er wieder, den 20. Juni, nach Freudenfels, um sich dort von einem Konstanzer, Johannes Treubel, von einem Bruch ohne Operation heilen zu lassen. Der erwünschte Erfolg blieb aus und Ende Juli kam er wieder heim. Den 28. Oktober 1698 begleitete er den resignierenden Abt Raphael nach Freudenfels. Den 16. Dezember 1698 ging er zur Visitation nach Seedorf. Mit P. Gabriel suchte er den 27. August 1699 Dr. Lavater in Zürich auf. Den 14. April 1700 wurde er seines Amtes als Dekan enthoben und wiederum Statthalter in Freudenfels, wo er den 18. Oktober 1713 starb. Er fand in der Kirche zu Eschenz seine letzte Ruhestätte. «Hatt seine Oeconomie mit Ruhm versehen und alles in gutem Wesen überlassen, so wohl im Viech als andern der Statthalterey zugehörigen Sachen, unerachtet so schwärin Zeiten er nit wenig Molestien erlitten»139.

Schriften:
Ein Gedicht: De pulice siehe in Varia Carmina Patrum ac Fratrum Einsidlensium. S. 104-112. Mscr. 1024 (1021).

Letzte Aktualisierung: 03.10.2018 – Impressum
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