Professbuch Vorwort

Mit der Tatsache, daß das Stift Einsiedeln 1934 das erste Jahrtausend seines Bestehens sich erfüllen sieht, ist zugleich auch das Erscheinen des vorliegenden Bandes, des «Monasticon Benedictinum Helvetiae» gerechtfertigt. Es lag nahe, jener zu gedenken, die im Laufe von tausend Jahren an dieser Stätte gelebt und gewirkt haben und zugleich auch in einem Gesamtüberblick darzutun, was in dieser großen Zeitspanne geleistet wurde. Über die erste Hälfte unserer Klostergeschickte sind wir ja in vorzüglicherweise durch das Werk von Dr. P. Odilo Ringholz orientiert; auch über die Zeit seit 1526 liegen eine Reihe von Einzelarbeiten vor. Eine Gesamtdarstellung der Geschichte fehlt aber bis heute.Wenn auch vorliegende Arbeit nicht darauf Anspruch erheben kann und will, diese Lücke restlos auszufüllen, so darf man darin wenigstens einen Ersatz für das bisher noch Fehlende erblicken.

Darum wurde auch die Geschichte der Äbte seit 1526 etwas weiter ausgeführt, ohne indessen erschöpfend zu sein. Aus den Lebensschicksalen und der Lebensarbeit der gegen tausend Mönche, die seit 1526 hier lebten, läßt sich aber, wie aus einer Mosaik, ein Gesamtbild dessen gewinnen, was die Söhne des hl. Benedikt an der Gnadenstätte U. L. Frau von Einsiedeln je und je als ihre Lebensaufgabe betrachtet haben.

Der Verfasser sieht sich verpflichtet, vorab dem hochwürdigsten Herrn Prälaten Dr. Ignatius Staub, Abt des Stiftes, zu danken, daß er die Drucklegung dieser Arbeit und damit auch die Fortsetzung des geplanten Werkes der Profeßbücher unserer Benediktinerklöster ermöglichte. Aber auch allen jenen sei herzlichst gedankt, die in irgend einer Weise dem Verfasser bei seinen Arbeiten hilfreich an die Hand gegangen sind.

STIFT EINSIEDELN, Pfingsten 1933.
P. Rudolf Henggeler

Letzte Aktualisierung: 07.02.2006 – Impressum
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