Professbuch: Äbte

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9. Rudolf I.
Rudolf I. (1090-1101)127. Noch Bonstetten sagt von Abt Rudolf: «Des geschlecht findt man auch nit anders, dann das er ain geborner herr gewesen sei»128. Erst im 16. Jahrhundert taucht die Ansicht auf, daß er ein Rapperswiler Herr gewesen sei. Er war vor seiner Wahl Kämmerer, wie die Annalen ausdrücklich bezeugen129. Der Kämmerer hatte nach Bonstetten «Pfleger und Vormünder der jungen Herren» zu sein, bekleidete also das Amt eines Novizenmeisters. Abt Seliger bestellte ihn 1090 mit dem Rate der Brüder zu seinem Nachfolger.
Von seinen Mönchen wurde Notker 1092 Abt von Zwiefalten130 und Eberhard, Abt von Kempten131. Nach dem Liber Heremi schenkten Eberhelm von Altbüron, seine Gemahlin Luitgard und ihr Sohn Eberhelm dem Kloster eine Reihe von Gütern132.
Als Todesjahr geben die Annalen 1101 an; bei Bonstetten bemerkt eine Glosse als Todestag den 22. Mai und nennt zugleich Ulrich und Wirand als Brüder des Abtes133. Auch in den Fragmenta, die wir Tschudi verdanken, findet sich dieser Abt unter den im Monat Mai Verstorbenen erwähnt134.

Letzte Aktualisierung: 22.01.2013 – Impressum
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