Professbuch: Äbte

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7. Heinrich I.
Heinrich I. (1065-70)110. Urkundlich ist dieser Abt nicht belegbar. Hingegen bezeugen die Annales Einsidlenses sowohl das Jahr seiner Wahl, wie das seines Todes111. Der liber Heremi enthält die gleichen Angaben. Bonstetten bemerkt darum: «Des geschleclitz findt man nit anders, dann das er auch ayn geborner herr gewesen sey»112.
Unter seiner Regierung wurde der Mönch Friedrich Abt in Hirsau113. Über den Abt gibt sonst einzig das in Handschrift 143, S. 348, aus dem 11. Jahrhundert stammende Epitaph nähern Aufschluß :
«Conditur Heinricus hic heremita pius Abbas sincerus, quem locat inde deus Tempe super summa gaudia perpetua. Qui, vice dimissa, vivere sponte sua Subiectus voluit, sanetior inde fuit.»
In deutscher Übersetzung:
«Hier liegt Heinrich bestattet, ein frommer, gottseliger Siedler, Schlicht und einfach als Abt, den Gott in den Himmel versetzt, Wo der seligsten Wonne ewiger Strom nicht versieget, Freien Willens entsagt er der Würde des herrschenden Obern, Lieber gehorchen er wollte und wurde noch heil'ger dadurch.»
Heinrich hätte demzufolge auf die Abtei verzichtet; wir erfahren indessen nichts weiteres darüber. Jedenfalls starb er bald nachher, denn die Annales Einsidlenses berichten kurz: «Heinricus abba obiit; cui Seligerus successit»114. Bonstetten gibt irrig das Todesjahr auf 1074 an115, wozu eine Glosse als Todestag den 18. April beifügt, wovon das Nekrologium aber nichts weiß. Hingegen bemerken die bei Tschudi erhaltenen Fragmente eines Nekrologiums116 zum 18. April: «Heinricus abb. Einsidlensis». Ebendort findet sich aber auch zum 8. November ein «H. abb. Einsidlensis», welcher Eintrag auf keinen Träger des Namens Heinrich stimmt.

Letzte Aktualisierung: 22.01.2013 – Impressum
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