Professbuch: Äbte

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19. Peter I. von Schwanden
Peter I. von Schwanden (1277-80)288. Die Zugehörigkeit dieses Abtes zur Familie derer von Schwanden erhellt aus dem unter Abt Johann I. zu erwähnenden Epitaph. Vor seiner Wahl erscheint er urkundlich den 27. Oktober 1275 als Zeuge und zwar wird er als Kustos bezeichnet289. Seine Wahl als Nachfolger des Abtes Ulrich II. bezeugen die Annales290.
Urkundlich erscheint Abt Peter nirgends. Nach einem Berichte des Abtes Johannes I.291 übertrug er aber dem nachgeborenen Sohn des Grafen Rudolf von Rapperswil292 die Vogteien, die sonst seiner Schwester Elisabeth zugefallen wären.
Abt Peter starb schon 1280 und zwar auf gewaltsame Weise, wie uns die Annalen berichten: «Petrus abbas fulmine percussus est in ecclesia que est in civitate Zuge»293. - Die Annales Colarienses maiores haben zum Jahre 1279: «Interficitur abbas Heremitarum fulmine et cum eo plures monachi gravissime puniuntur»294. Eine Glosse bei Bonstetten gibt den 19. Juni als Todestag an. Von Abt Peter ist kein Siegel bekannt. Ihm soll die Schwester Anna Amyn von Bürglen (Kanton Uri), in der untern (vordem) Au, diesen Tod prophezeit haben295; diese Schwester soll auch das sogen. Wurzelkreuz aufgefunden haben, das sich heute noch in der Au befindet296.

Letzte Aktualisierung: 22.01.2013 – Impressum
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