Person Detail

1473
P. Lukas (Blasius Josef) von der Weid aus Freiburg i. Ue
Geburtsjahr: 1711  |   Todesjahr: 1785


Professbuch:
Band B, Nr. 339
Kapitel: 10. Professen unter Abt Thomas Schenklin 1714-34.
P. Lukas (Blasius Josef) von der Weid aus Freiburg i. Ue
Professjahr: 1730

Professbuchtext:
P. Lukas (Blasius Josef) von der Weid aus Freiburg i. Ue. Geboren den 22. Februar 1711 als Sohn des Melchior von der Weid und der M. Elisabeth Reinold. Profeß 18. Juni 1730. Priester 18. Dezember 1734.
P. Lukas wurde schon frühe Exorcist und als solcher heißt es von ihm, er sei «satis rigidus et falsos daemones expellendi peritissimus» gewesen. Für P. Wolfgang wurde er den 7. Mai 1740 Unterpfarrer. Seit 1747, den 7. Januar, war er Küchenmeister. Als solcher befaßte er sich aber auch mit allerlei andern Dingen. So lesen wir, daß er am 12. Mai 1748 eine Sonnenuhr an das neue Chorgebäude gegen das Konvent hin malte. Im Mai 1748 ließ er auch Eier künstlich ausbrüten, indem er ein kleines Öfelchen mit Torf heizte. Von 100 Eiern wurden 40 ausgebrütet; aber auch dieser Brut traute man nicht recht, denn Schlageter sagt: «Alles Obige ist zu nichts worden und speculatives Wesen». 1749 ließ er in den Furren zwei Fischweiher anlegen, die aber nach drei Jahren wieder aufgegeben wurden. Am 28. November 1750 kam er als Küchenmeister weg und wurde Archivar (für P. Meinrad). Als solcher malte er im Juli 1751 in Willerzeil eine Sonnenuhr an die neue Kapelle. 1752 bemühte er sich um die Verbesserung der Marmorschleife. Den 24. August 1753 malte er eine Sonnenuhr an die Sihltalhütte, desgleichen im Juli 1754 eine solche an die Kapelle in Bennau. 1755 arbeitete er ein Projekt über die inkorporierten Pfarreien aus, wonach diese in Regularbeneficien umgewandelt werden sollten354. Den 3. November 1755 kam er als Expositus nach St. Gerold, wo er das dortige Archiv zu ordnen hatte. Im April 1758 mußte er das Sonnenberger Archiv ordnen. Ob er damals schon dauernd dort blieb, steht nicht fest; sicher war er 1773 dort. Von dort ließ ihn Abt Marian den 15. Oktober 1779 heimkommen, da er so schwach auf den Füßen war, daß er nicht einmal mit einem Stock sich fortbewegen konnte. Sonst war er geistig und auch körperlich gut beisammen. Er starb den 26. April 1785, 75 Jahre alt. «Vir etsi crassus et procerus ingenio tarnen acutus, scientia mathematicus insignis et rei tabellariae admodum peritus»355.

Schriften:
1. Repertorium Kubricarum seu Fasciculorum pro Sonnenberg a R. P. R. V. d. W. Capit. Einsidl. 1774. Fol. Unpag. Statthalterei Sonnenberg.
2. Repertorium oder Summarium der Herrschaft Gachnang, verfertigt von P. L. v. d. W. 1774. Fol. Unpag. Archiv.
3. Index über das Ann Sonnenberg. 1776. Fol. Unpag. Archiv. - Unter der Leitung von P. Lukas wurden fast sämtliche Summerien (Einsiedeln ausgenommen) verfaßt; die meisten schrieb der Archivschreiber Wolfgang Dietele von Frauenfeld.

Letzte Aktualisierung: 03.10.2018 – Impressum
Creative Commons Lizenzvertrag Soweit nicht anders angegeben, unterliegen die Inhalte dieser Site einer Creative Commons Schweiz CC BY-NC-SA 2.5 Lizenz.