Person Detail

1264
P. Ulrich Fridell von Ochsenhausen
Geburtsjahr: 1624  |   Todesjahr: 1690
Kommentar von WB/RS, 20.3.07: Im Planarchiv sind 4 Pläne (F. DB 1, F. AB 3, F. AB 4 (von 1669), einer ohne Signatur (von 1678?)) von P. Ulrich Fridell gezeichnet worden.


Professbuch:
Band B, Nr. 130
Kapitel: 6. Professen unter Abt Plazidus Reimann 1629-70.
P. Ulrich Fridell von Ochsenhausen
Professjahr: 1641

Professbuchtext:
P. Ulrich Fridell von Ochsenhausen, Württemberg. Geboren 14. Januar 1624. Profeß 26. Dezember 1641. Priester 21. September 1647.
P. Ulrich wurde den 8. Mai 1654 für P. Konrad zum Katecheten bestellt; schon am 20. August 1655 aber wurde er für P. Mauritius Pfarrer von Einsiedeln. Den 8. März 1659 kam er als Statthalter nach Ittendorf. Von dort zurückgekehrt, wurde er den 27. April 1662 für P. Gerold Küchenmeister, dazu noch am folgenden 15. Mai Kapitelssekretär. Den 27. März 1664 wurde er nach St. Gerold geschickt, von wo er den 11. Juni 1666 zurückkehrte. Er schrieb daselbst das St. Gerolder Urbar. 1669 schrieb er das Gedicht des Rudolf von Radegg ab. Später kam er wieder nach St. Gerold, von wo er gelegentlich heimkam, so 1680 auf die Engelweihe und das Rosenkranzfest, wo er predigte; 1686 kam er am 4. Oktober wieder heim, desgleichen 1687 auf die Engelweihe, bei welcher Feierlichkeit er am 21. September predigte. Den 3. November ging er wieder nach St. Gerold. Den 27. Januar 1690 kam die Kunde, daß er am 24. Januar an einem sogen. Guetschlag gestorben sei. «Er war ein gebohrner Schwab, ist im Schwedischen Krieg mit seinen lieben Eltern nacher Eynsiedlen kommen, dorten er in das Kloster aufgenommen und geistlich worden; seine Eltern aber auf der Waschhütten ihr Aufenthalt genommen, auch lange Zeit gehauset, der Vater (so nur Stiefvater war und ein vortrefflicher Cingerist und Fagotist) in der Musica sich trefflich brauchen lassen.» Von den von ihm geführten Tagebüchern sind mehrere verloren gegangen.

Schriften:
a) Gedruckte:
Urbaria und Gerechtigkeiten der Probstey St. Gerold, so Anno 1666 und 1678 durch Admodum R. D. P. Udalricum Fridelli, Capitularen dess Fürstlichen Gottshauss Einsidlen, selbiger Zeit zu St. Gerold beschriben worden. Archiv.'
A. Extract auss dem Urbario 1666. a) Ursprung und Angang der Probstey oder Clösterlin bey St. Gerold, Fryesen genannt, b) Was den Schirmvögten, wann sie das Lehen empfangen, vorgehalten, darauff sie einen Eydt geschworen, das Gottshauss und seine eigne Leuth darbey zubeschirmen und handhaben, darunib ihnen dann Jährlich das Schirmb Gelt gegeben worden.
B. Extract auss dem Urbario 1678. Docum. Archivii St. Geroldi. Q. XXX. S. 25-32.
b) Ungedruckte:
1. Urbarium, in welchem der Ursprung dess Klösterlin oder Probstey Friesen genant, bey St. Gerolt, Recht undt Gerechtigkeiten, Eigen undt Lehengüetter, Zinss undt Zehenden, Breüch und gewöhnlichen begriffen, auss Befelch dess hochwürdigen Fürsten und Herren Herren Placidi Reiman, des Fürstl. U. L. F. Gottshauss Einsidlen Abbten, Seiner Regierung im 38. Jahr. Zusammen gezogen undt geschrieben durch P. Udalricum Fridelli Capitularem daselbsten anno 1666 und 67. Archiv F. MD 1. Q. XXX. Fol. 561 S.
2. Continuatio Protocolli Domestici Praepositurae S. Geroldi pro a. D. 1683, 1684 et 1685. Abs R. P. Udalrico Fridel conscriptum. F. ZD 1. Fol. Archiv. 408 S.
3. Urbarium Praepositurae ad S. Geroldum Anno 1678. (Mit Wappen der Pröpste.) Fol. 411 S. Archiv F. WD 6.
4. Disputatio philosophica de Principiis Corporis naturalis dict. a P. Columbano Ochsner Script. Fr. U. Fr. 1643. 24 °. 74 Fol. Mscr. 959 (1317); wahrscheinlich auch Mscr. 871 (1316): Theses philosophicae. 24 °. 218 Fol.

Letzte Aktualisierung: 03.10.2018 – Impressum
Creative Commons Lizenzvertrag Soweit nicht anders angegeben, unterliegen die Inhalte dieser Site einer Creative Commons Schweiz CC BY-NC-SA 2.5 Lizenz.