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Urbar der Ämter Zürich, Erlenbach und Uerikon
(Signatur KAE, A.GI.3)

Originaltitel
Das urber und das rechenbuoch, was die Amptlüt schuldig sind dem gotzhus einsidlenn
Alte Signatur
M 100
Datierung
1480 (ca.)
1. Verzeichnis: Gemäss Schrift ist die 2. Hälfte des 15. Jahrhunderts wahrscheinlich (gemäss obiger Notiz auf dem 1. Vorsatzblatt (19. Jh.) ist die Zeit unter Abt Gerold von Hohensax [ab 1452] anzunehmen);
2. und 3. Verzeichnis: Gemäss Schrift wahrscheinlich nur kurz nacheinander zu Beginn des 16. Jahrhunderts geschrieben, die Notizen ab S. 38 stammen eindeutig aus der Zeit nach 1544 (Abt Joachim). Nachträge sind in der Regel mit den Grundeinträgen etwa zeitgleich, aber wohl bis in 17. Jahrhundert weitergeführt, keine Datierungen.
Beschreibstoff
Blätter
Paginierung in schwarzer Tinte von einer späteren Hand: S. 1–50.
Die Rückseite von Seite 11 und Seite 50 ist unpaginiert
Je 3 unpaginierte, fliegende Blätter vorne und hinten.
Physische Beschaffenheit
Buchblock: 22.5 x 32.5 x 1 cm
Einband: 24 x 32 x 0.1 cm.
Lagen
Eine der Lagen, S. 11–25, hat ein kleineres Format: 21 x 31.5 x 0.1 cm.
Layout
Ränder links und rechts teilweise durch Falzung markiert. Schwarze Tinte.
Schrift
Grundeinträge der einzelnen Teile jeweils von einer Hand:
1. Hand: Spätgotische Kursive, regelmässige, gerade, schnörkellose Schrift in sehr dunkler Tinte und mit relativ breiter Feder, Nachträge von mindestens 3 verschiedenen Händen in kursiverer, meist flüchtiger Schrift.
2. Hand: Humanistische Kursive, sehr runde, schwungvolle und ausladende Schriftzüge in hellbrauner Tinte mit feiner Feder, sehr viele Nachträge und Streichungen.
3. Hand: Ähnlich der 2. Hand, jedoch etwas weniger schwungvoll und beherrschter wirkend, hellbraune Tinte und wieder etwas breitere Feder, Nachträge und Streichungen sind etwas seltener.
Provenienz
Schreiber: Verschiedene Hände
Ausstattung
Sprache
Deutsch
Einband
Pergamenteinband, der hintere Deckel ist etwas grösser als der vordere. Spiegelblätter: Papier, später angebracht.
Das Urbar wurde neu eingebunden und dabei mit einem Spiegelblatt und drei fliegenden Blättern versehen.
Publikationen
Sablonier, Roger / Zangger, Alfred, Inventar spätmittelalterlicher Wirtschafts- und Verwaltungsquellen im Stitsarchiv Einsiedeln. Vervielfältigtes Archivinventar im Stiftsarchiv Einsiedeln, Zürich 1989.
Inhalt
Auf neuem Titelblatt: "Urbarium / der Aemter Zürich, Ehrlibach, Uerikon, // vermuthlich unter Abt Gerold angefangen."
Mehrere ähnliche Verzeichnisse der nach Produkten spezifizierten Gesamteinkünfte aus den Klosterämtern:
S. 1–9: ältestes Verzeichnis, jeweils Gesamteinkünfte aus einem Amt pro Seite (Zürich, Erlenbach, Uerikon, am Berg(?), March, Reichenburg, Eschenz, Pfäffikon, Einsiedeln) mit zusätzlichen Rechnungsnotizen über zusätzliche Einkünfte (Zehnten), Verwendungszwecke, diverse Abzüge.
S. 12–24: in etwa analog aufgebautes, jüngeres Rechnungsheft, jedoch mit zusätzlichen Ämtern (Kaltbrunn, Sursee).
S. 26–34: analog aufgebautes, drittes Verzeichnis, betitelt "Urber der Amptlùte", ohne Amt Sursee.
S. 37–50: Diverse jüngere, ähnliche Abrechnungen aus späterer Zeit seit Abt Joachim (1544–69), betitelt mit "Volgent nun die empter so apt Joachim ernüweret hatt", darin: S. 40: Summa des urbars Jm ampt Stäfan; S. 41: Lachen Summa unnd Jn der Marck; S. 42: Pfefficon; S. 43: Erlibacher Urbar; S. 44: Kaltprunnen; S. 45: Zürich ampts urbar Inkommen; S. 50: Äschanz blonung ist.

Das Verzeichnis dürfte die Einkommenssituation des Klosters in einer relativ wirtschaftsquellenarmen Periode grob wiedergeben.
Anmerkungen
3 moderne Vorsatzblätter 29 Blätter, neuzeitliche Seitenzählung von 1-50, letzte 5 Seiten leer, auf 1. Vorsatzblatt Notiz von Hand des 19. Jahrhunderts: «Urbarium der Ämter Zürich, Ehrlibach, Uerikon etc. vermuthlich unter Abt Gerold (von Hohensax 1452-80) angefangen.» Schrift: Grundeinträge der einzelnen Teile jeweils von einer Hand: 1. Hand: spätgotische Kursive, regelmässige, gerade, schnörkellose Schrift in sehr dunkler Tinte und mit relativ breiter Feder, Nachträge von mindestens 3 verschiedenen Händen in kursiverer, meist flüchtiger Schrift, 2. Hand: humanistische Kursive, sehr runde, schwungvolle und ausladende Schriftzüge in hellbrauner Tinte mit feiner Feder, sehr viele Nachträge und Streichungen, 3. Hand: ähnlich der 2. Hand, jedoch etwas weniger schwungvoll und beherrschter wirkend, hellbraune Tinte und wieder etwas breitere Feder, Nachträge und Streichungen sind etwas seltener.


Mehrere Abrechnungen der verschiedenen Amtsleute gegenüber dem Kloster Einsiedeln mit spezifizierten Abgabensummen der einzelnen Ämter. Die ersten drei Verzeichnisse stammen aus der 2. Hälfte des 15. Jahrhunderts resp. aus dem frühen 16. Jahrhundert. Geographischer Bereich: (Ämter) Zürich, Erlenbach, Uerikon, am Berg(?), March (SZ), Reichenburg, Einsiedeln, z.T. Kaltbrunn und Sursee. Datierung: 1. Verzeichnis: Gemäss Schrift ist die 2. Hälfte 15. Jahrhundert wahrscheinlich (gemäss obiger Notiz auf dem 1. Vorsatzblatt ist die Zeit unter Abt Gerold (ab 1452) anzunehmen), 2. und 3. Verzeichnis: Gemäss Schrift wahrscheinlich nur kurz nacheinander zu Beginn des 16. Jahrhunderts geschrieben, die Notizen ab S. 38 stammen eindeutig aus der Zeit nach 1544 (Abt Joachim). Nachträge sind in der Regel mit den Grundeinträgen etwa zeitgleich, keine Datierungen.
Anzahl Dateien
68

Inhalt:

Vorderseite des Einbandes
Titelblatt
1. Teil S. 1
 S. 1
 S. 2
 S. 3
 S. 4
 S. 5
 S. 6
 S. 7
 S. 8
 S. 9
2. Teil S. 12
 S. 12
 S. 14
 S. 15
 S. 16
 S. 17
 S. 18
 S. 19
 S. 20
 S. 21
 S. 22
 S. 23
 S. 24
3. Teil S. 26
 S. 26
 S. 27
 S. 28
 S. 29
 S. 30
 S. 31
 S. 32
 S. 33
 S. 34
 S. 35
Von Abt Joachim erneuerte Ämter S. 38
 S. 38
 S. 39
 S. 40
 S. 41
 S. 42
 S. 43
 S. 44
 S. 45
 S. 50
Rückseite des Einbandes

Letzte Aktualisierung: 22.01.2013 – Impressum
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